Hauttumore können in zwei Gruppen unterteilt werden: gutartige und bösartige Hauttumoren. In die Gruppe der gutartigen Hauttumoren gehören Muttermale, Leberflecken, Fibrome, Hämangiome, seborrhoische Keratosen... Es ist möglich zu behaupten, dass bei jeder erwachsenen Person, ein oder mehrere gutartige Hauttumoren auf der Haut zu finden sind.
Gutartige Tumoren der Haut (Muttermale, Fibrome) werden oft aus ästhetischen Gründen entfernt. Es gibt mehrere Methoden zur Entfernung von gutartigen Hauttumoren, wie Elektrokoagulation, Kurettage, Lasertherapie, Kryotherapie und Dermochirurgie. Die Methodenauswahl hängt von der Art des Tumors ab, seiner Größe und seiner Lage.
Bösartige Tumoren sind glücklicherweise seltener - Karzinome und Melanome sind die häufigsten in dieser Gruppe. Der Begriff "Hautkrebs" ist das Synonym für alle bösartigen Hauttumoren. Karzinome sind recht häufig und entwickeln sich in der Regel im späteren Lebensabschnitt. Melanome sind seltener und kommen meist bei Patienten vom 30. bis 50. Lebensjahr vor. Basalzellkarzinom oder kürzer, Basaliom ist eine häufige Art des Hautkrebses. Die Behandlung ist nicht kompliziert wenn der Tumor nicht groß ist. Basaliom tritt vor allem an den Körperstellen die oft der Sonne ausgesetzt werden.
Planocellular carcinoma (Spinaliom) und Melanom gehören in die gefährlichere Gruppe der bösartigen Hauttumoren, weil sie rasch Metastasefähigkeit zeigen (Ausbreitung einer Krankheit von einem Organ auf andere Organe). Wenn Melanome und Spinaliome im frühen Stadium der Entwicklung erkannt werden, besteht erfolgreiche Heilungsmöglichkeit. Es ist manchmal recht schwierig, einen Hautkrebs zu erkennen. Die grundlegende ABCDE - Regel wird bei der Melanomerkennung angewendet (A- asymmetrische Hautveränderung, B- unregelmäßige Läsion, C- Farbe: Melanome haben in der Regel mehrere Farbschichten, D – Durchmesser und E- Erweiterung oder Vergrößerung). Um einen Melanom im Frühstadium nachzuweisen, gibt es bessere Diagnosemethoden, wie z.B. dermatoskopische Untersuchung. In der Regel wird empfohlen, jede neue verdächtige Hautläsion, die sich im Durchmesser vergrößert, wächst und blutet, von einem Spezialisten für Dermatovenerologie untersuchen zu lassen. Muttermale sollten in der Regel einmal jährlich dermatoskopisch untersucht werden. Dermatoskopische Untersuchung ist besonders für Menschen zu empfehlen, die viele Muttermale am Körper haben sowie dysplastische Muttermale, (Muttermale mit unregelmäßigen Rändern), Muttermale die sich verändern oder/und eine Krankengeschichte von Hautkrebs und Melanom in der Familienanamnese.
Dermatoskopische Untersuchung erfolgt mit Hilfe einer speziellen Lupe, die eine detaillierte Darstellung der Haut ermöglicht. Im Falle eines verdächtigen bösartigen Tumors, wird Hautbiopsie durchgeführt oder eine verdächtige Läsion wird vollständig entfernt (kleiner Eingriff unter 10-15 Minuten langen örtlicher Betäubung) und analysiert. Die Behandlung erfolgt nach der Analyse der Befundergebnisse und Diagnose.